Die 2. Bundesliga hat nach zehn Spieltagen ihre erste grosse Dramaturgie gefunden. Hertha BSC marschiert beinahe unaufhaltsam vorneweg, Nürnberg und Wolfsburg lauern. Und während Arminia Bielefeld überrascht, muss der Karlsruher SC erst noch beweisen, dass aus einer mutigen Idee eine tragfähige Zukunft werden kann.
Zehn Spieltage sind absolviert. Die Saison hat ihre erste Wegmarke erreicht, es ist die Zeit der ersten Urteile. Und eines davon fällt ziemlich eindeutig aus: Hertha BSC ist derzeit die grosse Macht im Unterhaus.
Neun Siege, ein Unentschieden, 28 Punkte. Die Berliner thronen auf dem ersten Platz, sieben Zähler vor Nürnberg. Das ist mehr als ein guter Saisonstart. Das ist eine Demonstration. Während andere Mannschaften noch nach ihrer Identität suchen, scheint Hertha bereits zu wissen, wohin die Reise geht. Der 3:0-Auswärtssieg in Kaiserslautern war dafür ein weiteres Ausrufezeichen. Hertha spielt derzeit, als hätte man in Berlin beschlossen, die Zweitklassigkeit nicht länger als Lebensform zu akzeptieren. Ein wenig erinnert diese Dominanz an die grossen Aufbruchsmomente der Fussballgeschichte: als aus einer Ansammlung guter Einzelspieler plötzlich eine Mannschaft wurde, die ihrer Zeit voraus schien.
2. Bundesliga 2026/27 – 10. Spieltag: Hertha auf dem Olymp, der KSC zwischen Aufbruch und Ernüchterung weiterlesen